Weniger Kinder und Jugendliche in Obhut genommen

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Die deutschen Jugendämter haben 2018 deutlich weniger Kinder und Jugendliche in ihre Obhut genommen als im Vorjahr, wie das Statistische Bundesamt mitteilte.

Insbesondere aufgrund des Rückgangs bei der Einreise unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge sei die Zahl der Inobhutnahmen demnach um 14 Prozent auf insgesamt rund 52.600 Fälle zurückgegangen. Unbegleitete Minderjährige werden bei ihrer Ankunft meistens zunächst von den Jugendämtern in Obhut genommen. Die Zahl der Schutzmaßnahmen für minderjährige Flüchtlinge ging 2018 gegenüber dem Vorjahr um 46 Prozent (10.300 Fälle) zurück.

Überforderung der Eltern häufigster Grund

Der häufigste Grund für ein Eingreifen der Jugendämter war 2018 die Überforderung der Eltern, gefolgt von der Einreise unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge. 2017 war Letzteres noch die häufigste Ursache für eine Schutzmaßnahme durch die Jugendämter gewesen. Dritthäufigster Anlass waren Anzeichen für körperliche und/oder psychische Misshandlung. Hier verzeichneten die Statistiker einen deutlichen Anstieg um 25 Prozent auf mehr als 1.200 Fälle.

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