Weniger positive Asylbescheide in der EU

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Deutschland gewährt am häufigsten Asyl

Die Europäische Union hat 2018 rund 333.400 Menschen Asyl gewährt, wie die EU-Statistikbehörde in Luxemburg mitteilte. Damit ging die Zahl der Anerkennungen EU-weit um fast 40 Prozent zum Vorjahr zurück. 2017 wurden noch knapp 533.000 Asylbewerber als schutzbedürftig in den EU-Mitgliedsstaaten anerkannt.

Syrer stellten mit 96.100 positiven Bescheiden (29 %) die größte Gruppe der Personen, denen der Schutzstatus in der EU zugesprochen wurde, gefolgt von Afghanen (16 %) und Irakern (7 %). Insgesamt wurden in den EU-Mitgliedstaaten fast 582.000 Asylanträge in erster Instanz und weitere 309.000 Anträge nach der Berufung positiv beschieden.

Mehr als 40% aller positiven Entscheidungen in der EU in Deutschland getroffen

Die meisten Personen, denen der Schutzstatus gewährt wurde, wurden 2018 in Deutschland registriert (139.600), gefolgt von Italien (47.900) und Frankreich (41.400).

Die Quote der positiven Anerkennung lag in erster Instanz in der EU bei 37%. Bei endgültigen Berufungsentscheidungen lag die Anerkennungsrate bei 38%. In Deutschland betrugen diese Anteile 42% bzw. 43%.

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