So viele Binnenflüchtlinge wie noch nie

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Immer mehr Menschen sind im eigenen Land auf der Flucht. Die Zahl der Binnenflüchtlinge ist mit mehr als 41 Millionen weltweit auf einem neuen Höchststand. Gründe dafür sind Gewalt, bewaffnete Konflikte und Naturkatastrophen.

Rund 41 Millionen Menschen waren Ende 2018 im eigenen Land auf der Flucht. Drei Viertel (30,9 Millionen) der Binnenflüchtlinge leben in nur zehn Ländern, darunter Syrien, Kolumbien und der Demokratischen Republik Kongo. Eine unbekannte Zahl von Menschen bleibt zudem aufgrund von Katastrophen, die sich 2018 ereignet haben, vertrieben. Dies geht aus dem Jahresbericht des Beobachtungszentrums für interne Vertreibung (IDMC) hervor.

28 Millionen neue Binnenflüchtlinge 2018

Insgesamt waren allein im vergangenen Jahr 28 Millionen weitere Menschen innerhalb ihres eigenen Landes auf der Flucht.

Bewaffnete Konflikte und Gewalt zwangen 10,8 Millionen Menschen 2018 zur Flucht. Vor allem die anhaltenden Konflikte in Äthiopien, der Demokratischen Republik Kongo und in Syrien sind für den Anstieg verantwortlich – wo mehr als die Hälfte der neuen Binnenflüchtlinge registriert wurden.

Vor Naturkatastrophen wie Stürmen, Überflutungen, Feuersbrünsten und Dürren flohen weitere 17,2 Millionen Menschen. Insbesondere in den Philippinen, China und Indien mussten sich Menschen vor Naturkatastrophen in Sicherheit bringen, etwa 60 Prozent der Vertreibungen, meist in Form von Evakuierungen, wurden in diesen drei Ländern registriert.

Mehr Informationen

Jahresbericht des Beobachtungszentrums für interne Vertreibung (IDMC): http://www.internal-displacement.org/

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