Sicheres Zusammenleben – auch für Flüchtlinge

Viele Bundesbürger sind besorgt, dass die steigenden Flüchtlingszahlen ein Anwachsen der Kriminalität nach sich ziehen könnten. Das wurde jüngst bei einem Bürgerdialog mit Bundesinnenminister Thomas de Maizière im Rathaus zu Meißen deutlich. Doch der Minister beruhigte die anwesenden Bürger: Bislang gebe es noch keine bestätigten Hinweise auf einen Anstieg der Kriminalität im Umfeld von Flüchtlingsunterkünften, sagte de Maizière. Ein entsprechendes Lagebild zu diesem Thema sei derzeit in Arbeit, berichtete er.

Gewiss ist demnach hingegen, dass strafbare Handlungen gegen Asylbewerber und ihre Unterkünfte im vergangenen Jahr deutlich zugenommen haben. Dies belegten Statistiken, sagte der Minister. Gegen solche einschlägigen Straftaten, die von Körperverletzung über Brandanschläge bis hin zu Morddrohungen reichen, will de Maizière ebenso konsequent vorgehen wie gegen alle anderen kriminellen Aktivitäten auch.

Der Minister beklagte in diesem Zusammenhang auch die zunehmende sprachliche Verrohung, die in Bezug auf Asylbewerber in letzter Zeit – insbesondere im Internet – um sich greife. Dabei handele es sich nicht mehr lediglich um Entgleisungen, kritisierte er. De Maizière forderte, dass die gesetzlichen und gesellschaftlichen Regeln für den Umgang miteinander, an die sich hierzulande alle zu halten haben, gleichermaßen für Asylbewerber gelten müssten.

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