Rund 31 Millionen Binnenflüchtlinge

Gewalt und Naturkatastrophen haben im vergangenen Jahr fast 31 Millionen Menschen innerhalb ihrer Heimat zur Flucht gezwungen. Dies geht aus dem Jahresbericht des Zentrums für Binnenflucht (IDMC) hervor. Insgesamt am schlimmsten betroffen waren demnach China, die Philippinen, die Demokratische Republik Kongo, Kuba, die USA, Indien, Irak, Somalia und Äthiopien mit jeweils mehr als einer Million neuer Flüchtlinge.

Die Zahl der Menschen, die innerhalb des eigenen Landes vor Gewalt und Konflikten flohen, hat sich laut der IDMC 2017 mit 11,8 Millionen Menschen gegenüber 2016 fast verdoppelt und ist damit die höchste seit einem Jahrzehnt. Die meisten Menschen wurden in Afrika südlich der Sahara (5,5 Millionen) und im Nahen Osten (4,5 Millionen) vertrieben. Allein aus Syrien, der Demokratischen Republik Kongo und dem Irak kamen mehr als die Hälfte der Betroffenen. Insgesamt hat sich damit die Zahl der Binnenflüchtlinge infolge von Konflikten weltweit auf fast 40 Millionen erhöht.

Aufgrund von Naturkatstrophen verloren 18,8 Millionen Menschen in 135 Ländern ihr Zuhause, die meisten von ihnen in China (4,5 Millionen), den Philippinen (2,5 Millionen), Kuba (1,7 Millionen) und den USA (1,7 Millionen). Vertreibung ausgelöst durch Naturkatastrophen ist vor allem ein Problem in den Regionen Ostasien und Pazifik (8,6 Millionen), Amerika (4,5 Millionen) und Südasien (2,8 Millionen). Allein durch die drei Hurrikans „Harvey“, „Irma“ und „Maria“ wurden dem Bericht zufolge drei Millionen Menschen zeitweilig aus ihren Häusern vertrieben.

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