Respekt und Toleranz – Sport vereint gegen Extremismus

Sport ist international, Sport ist interkulturell, Sport verbindet.
Sport eignet sich also bestens zur Integration. Diese Chance lässt sich auch der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB), die regierungsunabhängige Dachorganisation des deutschen Sports, nicht entgehen. Der Verband mit mehr als 27 Millionen Mitgliedern in 89.250 Sportvereinen engagiert sich in seinem Programm „Integration durch Sport“ (IdS) für Integration als „Dialog, der auf wechselseitigem Respekt und Toleranz basiert“.

Das Bekenntnis zu diesen Werten kann darin bestehen, Menschen mit und ohne Migrationshintergrund über den Sport zusammenzubringen, wie dies in den Vereinen hierzulande immer wieder aufs Neue vorgelebt wird. Eine Konsequenz aus dem Verständnis von wechselseitigem Respekt und Toleranz kann aber auch darin bestehen, Flagge gegen ausländerfeindliche Umtriebe zu zeigen. So wie es etwa der Fußballklub Borussia Dortmund tut: Für seine intensive Fan- und Jugendarbeit gegen Rechtsextremismus wurde der BVB jetzt auch von Bundesinnenminister Thomas de Maizière ausdrücklich gelobt. Die Ruhrgebietsmetropole gilt als eine Hochburg der rechten Szene in Deutschland und auch die Borussia muss sich mit ihrem nach rechtsaußen tendierenden Fanklub „Borussenfront“ auseinandersetzen.

Dass und wie der BVB dies praktiziert, um seine Fans von der rechten Szene fernzuhalten, nannte De Maizière jetzt vorbildlich. Er forderte andere Vereine auf, diesem Beispiel zu folgen: Denn es gebe noch Städte und Vereine, in denen nichts gegen Extremismus unternommen werde, bedauerte der Minister.

Gegen dieses Problem muss jedoch eindeutig Stellung bezogen werden, ist sich der Bundesinnenminister mit sachkundigen Beobachtern einig. Dazu kann die gelebte Integration durch Sport im Verein einen wichtigen Beitrag leisten.

Zurück