NRW: 160 Prozent mehr Empfänger von Asylbewerberleistungen im Jahr 2015

Rund 224.000 Menschen in Nordrhein-Westfalen haben im vergangenen Jahr Leistungen zur Deckung des täglichen Bedarfs – sogenannte Regelleistungen - nach dem Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG) erhalten. Wie das Statistische Landesamt (Information und Technik NRW) in Düsseldorf mitteilte, waren das 137.670 Personen bzw. 159,4 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Demnach erhielten 87,5 Prozent der Empfänger 2015  Zuweisungen in Form von Wertgutscheinen, Geld- oder Sachleistungen. Hilfe zum Lebensunterhalt bekamen 12,5 Prozent. Knapp 45.000 Menschen bezogen neben den Regelleistungen zusätzlich besondere Unterstützungen wie Leistungen bei Krankheit, Schwangerschaft und Geburt.  

Mit rund 58.000 Personen stammten nach den Angaben der Statistiker 2015 die meisten Regelleistungsempfänger in NRW aus Syrien, gefolgt von 20.520 Irakern und 13.770 Afghanen. Knapp 30 Prozent der Empfänger kamen aus einem europäischen Staat außerhalb der EU: Die meisten europäischen Leistungsbezieher hatten die albanische (rund 20.550) oder serbische (15.700) Staatsangehörigkeit.  

Die Bruttoausgaben für Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz in NRW beliefen sich im Jahr 2015 auf rund 1,22 Milliarden Euro. Das waren 669 Millionen Euro bzw. 121 Prozent mehr als 2014.

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