Kürzere Asylverfahren könnten Integration von Flüchtlingen erleichtern

Asylverfahren in Deutschland nehmen derzeit noch zu viel Zeit in Anspruch. Das erschwert den Flüchtlingen die Suche nach einer Arbeitsstelle. Interessierten Arbeitgebern wiederum fehlt durch die lange Verfahrensdauer Planungssicherheit. Damit erweist sich der Bearbeitungsstau als größtes Integrationshindernis für Flüchtlinge. Zu diesem Ergebnis gelangte jetzt eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Emnid im Auftrag der Bertelsmann-Stiftung.

Demnach warteten Flüchtlinge Anfang des Jahres noch sieben Monate auf einen Asylbescheid. Unterdessen soll das Bundesamt für Migration (BamF) die Verfahren in durchschnittlich fünf Monaten abwickeln. Für Firmen, die einen Asylbewerber einstellen würden, bedeutet das aber immer noch eine lange Zeit der Unsicherheit, ob die betreffende Person ein Bleiberecht erhält.

Damit Asylbewerber schneller einen Job finden, empfehlen die Verfasser der Bertelsmann-Studie, dem BamF schnellstmöglich Informationen über Ausbildung, Berufserfahrung und –perspektiven der jeweiligen Person zukommen zu lassen. Hilfreich für eine zügige Arbeitsvermittlung sind danach auch möglichst gute Deutschkenntnisse.

Laut Bertelsmann-Studie sind 84 Prozent der Bundesbürger dafür, dass Flüchtlinge schnell anfangen können zu arbeiten.

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