Januar 2016: 108 Prozent mehr Asylbewerber als ein Jahr zuvor

Im Januar dieses Jahres sind beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) insgesamt 52.103 Asylanträge eingegangen. Das waren 108,1 Prozent mehr als im Vergleichsmonat des Vorjahres. Wie das BAMF jetzt weiter mitteilte, wurden von der Behörde in diesem Januar 49.384 Anträge entschieden. Zum Vergleich: Im Januar 2015 kam das BAMF auf 17.835 Entscheidungen. Das entspricht demnach einer Steigerung um 176,9 Prozent gemessen am Vorjahr.

Laut BAMF wurden in diesem Januar 31.160 Personen als Flüchtlinge nach der Genfer Flüchtlingskonvention anerkannt. Das betraf 63,1 Prozent aller Asylentscheidungen. Außerdem erhielten 194 Personen subsidiären Schutz und 269 Personen Abschiebungsschutz.

Die Zahl der abgelehnten Anträge belief sich auf 13.175. Die negativen Bescheide machten somit 26,7 Prozent aller Asylentscheidungen aus. Anderweitig erledigten sich 4.586 Anträge, etwa wegen Rücknahme des Asylantrags. Das traf auf 9,3 Prozent der Antragsteller zu.

Die meisten Erst- und Folgeanträge auf Asyl im Januar 2016 stellten Flüchtlinge aus Syrien (27.306), aus dem Irak (6.636) und aus Afghanistan (4.949).

Ende Januar 2016 lag die Zahl der anhängigen Asylverfahren bei insgesamt 371.754. Im Vergleich zum 31. Januar des Vorjahres (178.250) habe sich die Zahl der beim Bundesamt anhängigen Verfahren mit plus 108,6 Prozent mehr als verdoppelt, berichtete das BAMF.

Zurück