IQ Netzwerk NRW: Hilfe bei der Nutzung beruflicher Potenziale

Von den knapp 1,1 Millionen Geflüchteten, die bis Ende Dezember 2015 in Deutschland aufgenommen wurden, kamen über 300.000 nach Nordrhein-Westfalen. Von ihnen sollen rund 75 Prozent im erwerbsfähigen Alter sein und damit dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen bzw. eine Beschäftigung suchen. Vor dem Hintergrund ist es notwendig, diese Migranten dabei zu unterstützen, dass sie ihre beruflichen Potenziale nutzen können. Dazu gehört nicht zuletzt auch eine adäquate Anerkennung ihrer im Ausland erworbenen Berufsabschlüsse und Qualifikationen.

Dieser Aufgabe widmet sich das IQ Netzwerk NRW. Es ist eines der bundesweit 16 Landesnetzwerke im Rahmen des Förderprogramms „Integration durch Qualifizierung (IQ)“, das vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales gemeinsam mit dem Bundesministerium für Bildung und Forschung sowie der Bundesagentur für Arbeit initiiert wurde. Dieses IQ-Förderprogramm hat folgende Handlungsschwerpunkte:

  1. Anerkennungs- und Qualifizierungsberatung: Die IQ-Beratungsstellen begleiten und unterstützen Ratsuchende mit ausländischen Berufsqualifikationen auf ihrem Weg in sowie durch die Anerkennungsverfahren, die Anpassungsqualifizierungen bzw. Ausgleichsmaßnahmen und in Einzelfällen bis hin zu einer qualifikationsadäquaten Beschäftigung.
  2. Berufliche Qualifizierungsmaßnahmen im Kontext der Anerkennungsgesetze: Hier geht es um Anpassungs- oder Nachqualifizierungen sowie sprachliche Unterstützungsangebote. Sie betreffen insbesondere die reglementierten medizinischen Gesundheitsberufen, Pflegeberufe sowie Berufe des dualen Systems und nicht-reglementierte akademische Abschlüsse mit dem Ziel einer qualifikationsadäquaten Beschäftigung.
  3. Interkulturelle Kompetenzentwicklung: Im dritten Schwerpunkt des Förderprogramms IQ steht der Ausbau interkultureller Kompetenzen bei der Zusammenarbeit und dem Austausch mit Jobcentern, Agenturen für Arbeit, Integration Points der BA, kommunalen Verwaltungen sowie kleinen und mittleren Unternehmen und deren Organisationen im Vordergrund. Hierbei sollen speziell kulturbedingte Hürden abgebaut und Prozesse zu einer interkulturellen Öffnung angestoßen werden.

Oberstes Ziel all dieser Maßnahmen ist es, Geflüchtete auf ihrem Weg in den Arbeitsmarkt zu unterstützen.

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