Interkulturelle Verbundenheit beim Fastenbrechen

Toleranz und Respekt gegenüber Andersgläubigen – unter diesem Motto haben in diesem Jahr wieder zahlreiche Vertreter anderer Religionen an dem traditionellen Fastenbrechen zum Ende des islamischen Fastenmonats Ramadan teilgenommen. Dabei sollten die Besuche von Politikern in Moscheen ganz bewusst Zeichen in dieser Hinsicht setzen. Bei ihrer ersten offiziellen Teilnahme an einem Fastenbrechen rief Bundeskanzlerin Angela Merkel zu gegenseitiger Wertschätzung der Religionen auf. Der Islam gehöre inzwischen unzweifelhaft zu Deutschland, betonte sie.

Auch Bundespräsident Joachim Gauck wünschte allen Muslimen in Deutschland ein frohes und gesegnetes Fastenbrechen. Er forderte alle Religionen dieser Welt zu einem friedlichen Dialog auf. In diesem Jahr übertrug auch der Bayerische Rundfunk erstmalig das Festgebet zum Ende des islamischen Fastenmonats Ramadan live aus der Moschee in Penzberg.

Im Mittelpunkt des Ramadan, der gläubige Muslime vier Wochen lang von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang auf Essen und Trinken, Rauchen und Geschlechtsverkehr verzichten lässt, steht neben der läuternden Enthaltsamkeit auch die Nächstenliebe. Gläubige sollen sich dabei ihre Verantwortung für ihre Mitmenschen bewusst machen.

Das Ende des Ramadan wird traditionell mit dem Fest des Fastenbrechens (Id al-Fitr) gefeiert.

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