821 Millionen Menschen leiden an Hunger

Weltweit ist die Zahl der Hungernden und Unterernährten auf 821 Millionen angestiegen. Der Deutschen Welthungerhilfe zufolge sind vor allem Kriege schuld an der Nahrungsmittelknappheit.

Bei der Bekämpfung von Hunger konnten weltweit zwar Erfolge erzielt werden, wie der neue Welthunger-Index der Deutschen Welthungerhilfe zeigt. Demnach sind seit 2000 die Index-Werte zur Hungersituation weltweit um 28% gefallen und auch die Kindersterblichkeit hat sich im gleichen Zeitraum halbiert. Die jüngst gestiegene Zahl der Hungernden von 821 Millionen Menschen zeigt jedoch, dass der Trend aktuell in die falsche Richtung geht. Wenn das Tempo bei der Bekämpfung von Hunger gleich bleibt, wird es 50 Ländern nicht gelingen den Hunger bis 2030 abzuschaffen. Deshalb fordert die Deutschen Welthungerhilfe, die Anstrengungen im Kampf gegen den Hunger zu verstärken.

Hunger ist sowohl Ursache als auch Folge von Flucht und Vertreibung, wie der Bericht zeigt. In Ländern mit bewaffneten Konflikten ist der Hunger doppelt so hoch wie im Rest der Welt. Mehr als 68 Millionen Menschen sind weltweit auf der Flucht, so viele wie nie zuvor. „Die Mehrzahl der Flüchtlinge bleibt in ihrer Heimatregion und braucht dort auch Unterstützung. Diese selbst oft armen Aufnahmeländer benötigen mehr Hilfe. Für die Geflüchteten ist nicht nur die Grundversorgung wichtig, sondern auch die Möglichkeit, dass sie Zugang zu Beschäftigung und Bildung bekommen. Humanitäre Hilfe allein reicht nicht aus“, sagt Bärbel Dieckmann, Präsidentin der Welthungerhilfe.

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