2015: Mehr Asylanträge in Deutschland als jemals zuvor

Im vergangenen Jahr sind beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) alles in allem 476.649 Asylanträge eingegangen. Das waren 273.815 oder 135 Prozent mehr als noch 2014. Mit 162.510 stammten die meisten Asylbewerber (34 Prozent) aus Syrien. Danach folgten Albanien, der Kosovo, Afghanistan, der Irak und Serbien als wichtigste Herkunftsländer. Insgesamt kamen im Jahresdurchschnitt rund 30 Prozent aller Asylbewerber aus Staaten des Westbalkans. Deren Anteil nahm allerdings bis zum Dezember 2015 auf 8 Prozent aller Asylbewerber ab.

Von den eingegangen Asylanträgen entschied das BAMF im vorigen Jahr 282.726 - nach 128.911 im Jahr zuvor. Dabei wurden 137.136 Personen als Flüchtling nach der Genfer Konvention anerkannt. Das entspricht 48,5 Prozent aller Asylbewerber. Zudem erhielten 1.707 Personen (0,6 Prozent) subsidiären Schutz und 2.072 Personen (0,7 Prozent) Abschiebungsschutz.

Ende Dezember 2015 betrug die Zahl der noch nicht entschiedenen Anträge 364.664: davon 337.331 Erstanträge und 27.333 Folgeanträge.

Im letzten Monat des vergangenen Jahres lag die Zahl der neuen Asylanträge mit 48.277 dann um 136,8 Prozent über dem Vergleichswert des Vorjahres von 27.893 Personen.

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