EU liefert über 200 Tonnen Hilfsgüter in den Irak

„Die EU-Kommission arbeitet zusammen mit den Mitgliedstaaten daran, Hilfslieferungen in den Irak zu senden – speziell an die Menschen in Mossul. Insgesamt hat die Kommission neun Flüge mit Hilfsgütern organisiert und kofinanziert, einschließlich drei zusätzliche Flüge, die heute (Montag) von Österreich und Frankreich aus gestartet und im Irak gelandet sind.“ Diese Hilfsmaßnamen sind Teil des EU-Zivilschutzmechanismus, ein Katastrophenschutzverfahren, mit dessen Hilfe dringend benötigte Güter wie Decken, Zelte, Generatoren, Hygieneartikel sowie Arzneimittel und medizinische Ausrüstung vor allem zu den Menschen nach Mossul, aber auch zu anderen von den kriegerischen Auseinandersetzungen betroffenen Orten gebracht werden. Christos Stylianides, EU-Kommissar für humanitäre Hilfe und Krisenmanagement, weist darauf hin, dass Sinn und Zweck dieser humanitären Aktionen sei, die Zivilbevölkerung zu schützen und das Humanitäre Völkerrecht zu wahren. Damit wird nicht nur eine menschliche und gleichzeitig juristische Pflicht wahrgenommen, die europäische Gemeinschaft schafft es mit solchen Hilfsmaßnahmen auch, den Geltungsanspruch auf Anerkennung demokratischer und rechtsstaatlicher Grundprinzipien wie allgemein gültige Menschenrechte zu legitimieren.

Die humanitäre Hilfe der EU für den Irak hat allein in 2016 über 159 Mio. Euro betragen.

Link zur Pressemitteilung mit dem Statement von Stylanides: http://ec.europa.eu/germany/news/eu-liefert-%C3%BCber-200-tonnen-hilfsg%C3%BCter-den-irak_de?newsletter_id=188&utm_source=representations_newsletter&utm_medium=email&utm_campaign=EU-Aktuell&utm_content=EU%20liefert%20%FCber%20200%20Tonnen%20Hilfsg%FCter%20in%20den%20Irak&lang=de

Der EU-Zivilschutzmechanismus wurde 2001 begründet, um koordinierte Hilfsmaßnahmen der beteiligten Saaten für Opfer sowohl menschlich verursachter Unglücke als auch Opfer von Naturkatastrophen zu ermöglichen, und umfasst zurzeit alle 28 Mitgliedsstaaten der Europäischen Union sowie Island, Montenegro, Norwegen, Serbien, die Republik Mazedonien und die Türkei.

Jedes Land der Welt kann den Katastrophenschutzplan um Hilfe bitten. Seit seiner Gründung hat der Hilfsmechanismus mehr als 300 Katastrophen überwacht und wurde mehr als 200 Mal um Hilfe angerufen. Seine Unterstützungsmaßnahmen kamen in allen großen Katastrophenfällen der vergangenen 10 Jahre zum Einsatz, nach dem Erdbeben in Haiti in 2010 ebenso wie nach dem dreifachen Unglück in Japan (2011), nach dem Taifun Haiyan auf dem Philippinen im Jahr 2013, nach den Überschwemmungen in Serbien und Bosnien-Herzegovina 2014, anlässlich des Ebola-Ausbruchs 2014, dem Ukrainekonflikt 2014, nach dem Erdbeben von Neapel 2015 und anlässlich der aktuellen Flüchtlingsbewegung in Europa.

Weiterführende Informationen sind auf der Website der EU zu finden: http://ec.europa.eu/echo/what/civil-protection/mechanism_en

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