EU-Kommission betont im Gespräch mit Religionsvertretern gemeinsame Grundwerte

Der erste Vizepräsident der EU-Kommission, Frans Timmermans, hat sich jetzt mit hochrangigen Vertretern verschiedener Religionsgemeinschaften aus ganz Europa über die Themen Migration, Integration und europäische Werte ausgetauscht. Dabei ging es auch um die Herausforderungen, die sich aus dem Anwachsen von Intoleranz und Populismus in Europa ergeben. Bei dem Meinungsaustausch sagten die Religionssprecher zu, in enger Zusammenarbeit mit der EU-Kommission sicherstellen zu wollen, dass die europäischen Werte im Zusammenhang mit Migration und Integration berücksichtigt werden. Angesichts der Zunahme von Nationalismus, Fremdenfeindlichkeit und Extremismus gelte es dafür zu sorgen, „dass unsere Gesellschaft offen bleibt – insbesondere für Menschen, die auf der Flucht vor Krieg internationalen Schutz benötigen – und gleichzeitig ihre Grundwerte und Grundsätze bewahrt“, sagte nach dem Zusammentreffen EU-Migrationskommissar Dimitris Avramopoulos, der daran ebenfalls teilnahm.

Von deutscher Seite gehörten der Vorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Bischof Bedford-Strohm, und der Direktor der islamischen Gemeinschaft in Penzberg, Imam Benjamin Idriz, zu den Teilnehmern des aktuellen jährlichen Treffens der EU-Kommission mit religiösen Führern in Brüssel. Die Kommission lädt regelmäßig Vertreter von Kirchen und religiösen Vereinigungen bzw. weltanschaulichen Gemeinschaften zu solchen Konsultationen ein. Denn diese „religiösen Führungspersönlichkeiten“ spielen aus Sicht der Brüsseler Behörde „eine maßgebliche Rolle dabei, die Integration und Teilhabe aller ihrer Mitglieder als vollwertige Bürger in Europa voranzubringen, unabhängig von Herkunft und Glauben“, wie Timmermans erklärte. Durch diese Dialoge sollen nach seinen Worten die gemeinsamen Grundwerte betont werden, die verbinden, anstatt auf den Punkten zu beharren, die trennen.

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