Essen: Charta regelt ehrenamtliche Mitarbeit in der Flüchtlingshilfe

Der Caritasverband für die Stadt Essen, das Diakoniewerk Essen und European Homecare haben jetzt gemeinsam Grundsätze für die ehrenamtliche Mitarbeit in der Flüchtlingshilfe festgelegt. Auf diese sogenannte Charta haben sich alle zu verpflichten, die sich in der Stadt ehrenamtlich in den Einrichtungen für Flüchtlinge engagieren möchten. European Homecare betreibt dort im Auftrag der Stadt Essen derartige Einrichtungen.

Angesichts der besonders schutzwürdigen und empfindlichen Lebenssituation der Flüchtlinge schreibt die Charta generell einen respektvollen gegenseitigen Umgang miteinander vor. Grundregeln der Zusammenarbeit, wie Höflichkeit, Verbindlichkeit und gegenseitige Unterstützung, sollen demnach konstitutiver Bestandteil der ehrenamtlichen Mitarbeit in der Flüchtlingshilfe sein. Aufgrund der sensiblen Situation und Lebensgeschichte der Schutzbefohlenen bestimmt der Leitfaden zudem, dass ehrenamtlich Helfende persönliche Daten, Fotos und Biografien der Flüchtlinge respektvoll und mit absoluter Verschwiegenheit behandeln müssen (Datenschutz).

Darüber hinaus hält die Charta die ehrenamtlich helfenden Bürger dazu an, die verbindlichen Absprachen mit den Einrichtungsbetreuern und Sozialbetreuern bezüglich aller Angebote für und mit Flüchtlingen verlässlich einzuhalten. Die Beachtung der örtlichen Regeln und der Hausordnung wird als selbstverständlich vorausgesetzt. Zudem sichert die Charta zu, dass für ehrenamtliche Tätigkeiten ein Unfallversicherungsschutz besteht.

Mit der eigenhändigen Unterschrift unter die Charta hat jeder ehrenamtliche Helfer deren Vorgaben zur Kenntnis zu nehmen und sich zu verpflichten, nach diesen Grundsätzen bei der Arbeit mit und für Flüchtlinge zu handeln.

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