Bundesweites NETZWERK unterstützt Unternehmen bei der Integration von Flüchtlingen

Das auf Initiative des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK) entstandene NETZWERK „Unternehmen integrieren Flüchtlinge“ ist seit seiner Gründung im Frühjahr 2016 auf über 1.000 Mitgliedsunternehmen angewachsen. Wie DIHK-Präsident Dr. Eric Schweitzer jetzt anlässlich der ersten Tagung des NETZWERKs berichtete, haben „300 NETZWERK-Mitglieder, davon mehr als die Hälfte kleine und mittelständische Unternehmen, insgesamt bereits rund 2.500 Geflüchteten einen betrieblichen Einstieg ermöglicht“. Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel dankte den am NETZWERK Beteiligten für ihr großes Engagement bei der Integration von Flüchtlingen in Arbeit und Beschäftigung.

Gabriel betonte, wie wichtig es sei, geflüchteten Menschen eine realistische berufliche Perspektive zu geben. Er nannte das Engagement „insbesondere der vielen kleinen und mittelständischen Betriebe“ bei der Integration von Flüchtlingen beeindruckend. Der Bundeswirtschaftsminister stellte aber auch fest, dass manche der nach Deutschland Geflüchteten nach wie vor nur zwei Alternativen sähen - sofort zu arbeiten oder zu studieren. Doch der Weg zu einer qualifizierten und gut bezahlten Beschäftigung führe auch über eine Ausbildung, betonte Gabriel gemeinsam mit dem DIHK-Chef. Sie wiesen darauf hin, dass mit diesem Ziel die sogenannte „3+2“-Regelung geschaffen worden sei. Die soll Flüchtlingen, die eine Ausbildung beginnen, eine Garantie dafür geben, dass sie nach Beendigung einer Lehre wenigstens zwei Jahre in dem erlernten Beruf arbeiten können. Das gilt demnach unabhängig von dem Aufenthaltsstatus der Betroffenen. Diese für die Betriebe und für die Auszubildenden wichtige Regelung müsse nun einheitlich angewendet werden, sagte Gabriel.

Das NETZWERK „Unternehmen integrieren Flüchtlinge“ bietet Betrieben Informationen zu Rechtsfragen, Integrationsinitiativen und ehrenamtlichem Engagement. In Webinaren, Publikationen und auf seiner Online-Plattform liefert es Praxis-Tipps zur Integration von Flüchtlingen in Ausbildung und Beschäftigung. Zudem organisiert das NETZWERK den Erfahrungsaustausch unter den Mitgliedsunternehmen auf regionalen Veranstaltungen im ganzen Bundesgebiet. Das NETZWERK wird vom Bundeswirtschaftsministerium finanziell gefördert.

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