Bericht über EHC-Einrichtung für Grimme-Preis nominiert

Zu 5.000 „regulären“ Einwohnern eines Ortes gesellen sich plötzlich 1.000 Flüchtlinge. Das kann nicht gut gehen, würden Viele spontan meinen. Doch mit gutem Willen und Engagement aller Verantwortlichen lässt sich auch eine solche Herausforderung meistern, wie eine SWR-Multimediareportage mit dem Titel „Jeder Sechste ein Flüchtling“ zeigt, die rund um das von European Homecare (EHC) betriebene Erstaufnahmeeinrichtungen im baden-württembergischen Meßstetten entstand.

Der Bericht wurde inzwischen sowohl für den Publikumspreis beim diesjährigen Grimme Online Award als auch für den regulären Grimme Online Award nominiert und gehört damit zu den 25 besten Angeboten des Jahres im Bereich Online-Journalismus. Der Grimme-Preis zählt zu den wichtigsten Auszeichnungen im Bereich Fernsehen in Deutschland.

In Meßstetten dient eine ehemalige Kaserne als Erstaufnahmestelle des Landes (LEA). Das Projekt Meßstetten soll nach dem Willen der verantwortlich Beteiligten wegweisend im Hinblick auf die Qualitätssicherung sein und damit als Vorbild für weitere geplante LEA dienen. Die Langzeitreportage „Jeder Sechste ein Flüchtling“ vollzieht die Umsetzung dieses Anspruchs in die Praxis nach, an der EHC maßgeblich mit beteiligt ist. Der Prozess der Aufnahme dort wird dabei aus den Blickwinkeln der Flüchtlinge selbst, von Einheimischen und der Politik wiedergegeben. Der Bericht dokumentiert zudem das Zusammenleben in dem kleinen Ort. Er soll noch bis Ende 2016 fortgesetzt werden, wenn die Erstaufnahmestelle voraussichtlich wieder geschlossen wird.

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