BAMF will mit Ankunftszentren Asylverfahren beschleunigen

Mit einem „Integrierten Flüchtlingsmanagement“ will das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) künftig die Asylverfahren beschleunigen. Dadurch sollen die Aufgaben von der Ankunft der Asylsuchenden bis zur Integration oder Rückkehr strukturiert bewältigt werden können. Den Kern des neuen Konzepts sieht die Behörde in den sogenannten Ankunftszentren als erste Anlaufstelle für neu ankommende Asylsuchende. Wie das BAMF jetzt erläuterte, werden dort viele bis dato auf mehrere Stationen verteilte Schritte im Asylverfahren gebündelt werden.

Nach Möglichkeit möchte das BAMF das gesamte Asylverfahren unter dem Dach eines Ankunftszentrums stattfinden lassen: angefangen von der ärztlichen Untersuchung durch die Länder, über die Aufnahme der persönlichen Daten und die Identitätsprüfung, die Antragstellung und Anhörung bis hin zur Entscheidung über den Asylantrag. Dabei sollen die Antragstellenden je nach Herkunftsland in sogenannte Cluster eingeteilt werden. Von diesem Vorgehen verspricht sich die Behörde, dass Menschen mit sehr guter Bleibeperspektive sowie Antragstellende aus sicheren Herkunftsländern mit eher geringen Bleibeaussichten im Schnitt vor Ort innerhalb von 48 Stunden angehört werden können und den Entscheid über ihren Asylantrag erhalten.

Der neue Verfahrensablauf wurde laut BAMF bereits erfolgreich in Heidelberg, Bad Fallingbostel sowie – für Personen aus sicheren Herkunftsländern – in Manching und Bamberg getestet. Weitere Ankunftszentren sollen in Lebach, Dresden, Leipzig und Trier an den Start gehen. Zusätzliche Standorteröffnungen sind für März vorgesehen.

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