Anstieg rechtsextremer Gewalt

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24.100 Rechtsextremisten in Deutschland

Die Sicherheitsbehörden haben einen Anstieg rechtsextremer Gewalt in Deutschland registriert. Der Verfassungsschutz geht von 24.100 Rechtsextremisten in Deutschland aus. 2017 waren es dem Inlandsgeheimdienst zufolge noch 24.000. Fast jeder zweite Rechtsextreme wird als gewaltbereit eingestuft. Zum Vergleich: Unter den Linksextremisten sind rund 9.000 gewaltbereit. Dies geht aus dem aktuellen Verfassungsschutzbericht für 2018 hervor.

Zu den Feindbildern der Rechtsextremen zählen insbesondere Ausländer, Asylbewerber und Muslime, aber auch Politiker.

Die Zahl der rechtsextremistischen Straftaten ist dem Bericht nach gegenüber 2017 leicht auf 20.431 zurückgegangen. Rechtsextremistische Gewaltstraftaten (1.088) nahmen im Vergleich zum Vorjahr jedoch um 3,2 Prozent zu.

Auch die Zahl der versuchten Tötungsdelikte, die als mutmaßlich „rechtsextremistisch“ eingestuft werden, stieg von vier im Jahr 2017 auf sechs im Berichtsjahr. Alle wurden ausnahmslos aus einer fremdenfeindlichen Motivation heraus begangen.

Ebenso nahmen fremdenfeindliche Gewalttaten um 6,1 Prozent zu, insgesamt wurden damit im vergangenen Jahr 821 Taten verübt.

Rechtsextremistisch motivierte Straftaten gegen Asylunterkünfte sanken 2018 erneut und liegen damit nach dem dramatischen Anstieg in den Jahren 2015 und 2016 knapp unter den Zahlen des Jahres 2014 (2018: 164, 2017: 286, 2016: 907, 2015: 894, 2014: 170).

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